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Reisebericht Ägypten 21. Februar bis 6. März 2004
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Nilkreuzfahrt Luxor - Assuan - Luxor - El Gouna
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| Natürlich ist es nicht möglich, in einer Woche entlang des Nil 5000 Jahre Ägyptische Geschichte zu begreifen. Uns blieb, trotz intensiver Vorbereitung nur ein kurzer, bewundernder Blick in eine großartige Vergangenheit und auf eine hoffnungsvolle Zukunft dieses faszinierenden Landes. | |
![]() Allgemeines zur Durchführung dieser Reise:
Reiseveranstalter Plärrer Reisen, Nürnberg Es war schon ein ziemliches Hin und Her bis Plärrer sich in der Lage sah, das von uns ausgesuchte und gebuchte 5* Hotel Steigenberger Golf Resort in El Gouna auch tatsächlich und verbindlich zu bestätigen.
Die Kombinationsreise 5* Nilkreuzfahrt und 5 * Hotel entsprach hinsichtlich des benutzten Schiffes nicht der Reisebeschreibung. Die Montasser 1 ist kein 5 * Schiff und wird von anderen Reiseveranstaltern allenfalls als 4 * Schiff mit Zusatz angeboten. Der Service an Bord und der allgemeine Zustand des Schiffes (primitive Nasszelle und defekte Schranktüren) erfüllten nicht die Ansprüche an die höchste Kategorie eines Nilkreuzfahrtschiffes.
Die Reiseleitung und Betreuung von Plärrer vor Ort in El Gouna war so gut wie nicht vorhanden und wenn wirklich einmal da, sehr unprofessionell. So verbrachten wir mit anderen Plärrerkunden Stunden (teils vergeblich) mit Warten auf die Reiseleitung.
Die Reiseleitung durch Blue Sky, dem ägyptischen Partnerunternehmen von Plärrer war sehr gut.
Hotel : Das Steigenberger Golf Resort in El Gouna ist uneingeschränkt zu empfehlen.
Ganz anders, nach den Berichten von Reisegefährten das ebenfalls von Plärrer angebotene Steigenberger Verdi (all inclusive). Hier hagelte es Beschwerden über das Benehmen der zahlreichen russischen Gäste und es gab Enttäuschungen hinsichtlich Service und Abwicklung der Gästebetreuung. Das Haus wurde uneingeschränkt nicht weiter empfohlen.
Airline: Cairo Air erlebten wir als Carrier wegen der eklatanten Verspätungen und des miserablen Services auf dem Hinflug als Katastrophe. Ein nur schwacher Trost ist, dass fast alle Flüge von und nach Ägypten auch mit anderen Fluglinien von erheblichen (bis zu 10 Stunden) Verspätungen gekennzeichnet sind.
Abgesehen von den kleinen
Unzuträglichkeiten aber war die Reise insgesamt für uns ein sehr schönes Erlebnis
insbesondere in den Bereichen, für die allerdings Plärrer als Reiseveranstalter nicht
verantwortlich zeichnet. |
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1. Anreise
Während die Anreise am Samstag den 21. Februar von Königsfeld zum Flughafen Frankfurt noch bestens geklappt hat und wir wie geplant um 18.00 Uhr dort eintrafen, wurden wir direkt mit einer Verspätungsmeldung der Cairo Air empfangen. Unser Abflug wurde ohne Angabe von Gründen von 21.00 Uhr auf 00.20 Uhr verschoben. Bis wir dann endlich in die Maschine einsteigen konnten und zur Startbahn rollten, zeigte die Uhr bereits 0.45 Uhr.
Nach dem Start wurde die Kabinenverdunklung schon gar nicht mehr aufgehoben, sondern seit mehreren Stunden ausgehungert und dürstend wackelten wir auf einem sehr unruhigen Flug in Richtung Süden.
Um 4.00 Uhr wurde dann die Kabinenbeleuchtung eingeschaltet und hastig ein warmes Essen und die ersten kalten Getränke verteilt. Kurz darauf befanden wir uns schon im Anflug auf Hurghada. Dieser Tatsache war dann auch die Streichung des Kaffees geschuldet. Rasch wurde alles wieder eingesammelt und wir setzten gegen 5.00 Uhr morgens hart in Hurghada auf.
Das jedenfalls war kein Meisterstück der Cairo Air, vielmehr ließ uns die Kabinencrew sehr deutlich ihre Unlust oder Überlastung spüren.
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2. Sonntag: El
GounaDer Transfer vom Flughafen Hurghada zum ca. 30 km entfernten Steigenberger Golf Resort Hotel in El Gouna verlief zügig und problemlos.
Im Steigenberger wurden wir mit der erwarteten Professionalität und Herzlichkeit empfangen und bekamen eine mit rd. 100 qm überdimensionierte Suite mit Blick auf die Lagune zugewiesen. Bis wir uns ein wenig für diesen einen Tag eingerichtet hatten, war auch schon die Zeit für das Frühstück gekommen. Ob unserer frühen Ankunft gehörten wir zu den ersten Gästen, die es sich an diesem recht kühlen Sonntag Morgen in der Raucherabteilung des Steigenberger gemütlich gemacht hatten. Zwei Servicekräfte kümmerten sich aufmerksam und liebevoll um uns und wir genossen unser erstes Frühstück in diesem feinen Haus. Anschließend begaben wir uns in unsere Suite und versuchten, so weit es ging, den in der Nacht versäumten Schlaf ein wenig aufzuholen. Gegen 12.00 Uhr war auch das erledigt und wir nahmen den Bus in die Stadt El Gouna, um uns hier ein wenig umzusehen. Nein, seit unserem letzten Besuch in 2001 hatte sich nicht viel verändert, außer, dass wir unsere Busfahrt nicht bezahlen mussten.
Wir bummelten durch das Örtchen und ließen uns schließlich in einer Pizzeria nieder, wo wir uns fürs Erste ein Bierchen und eine Pizza gönnten. Dann ging es zurück ins Hotel. Der kalte Wind hielt uns zunächst davon ab, noch die neu gebaute Marina El Gounas zu besuchen. Mittlerweile haben wir auch das neue Nahverkehrssystem enträtselt und kauften uns für 5 Pfund eine Tageskarte für den Bus für die Rückfahrt.
Die Ankündigung
des Plärrer Repräsentanten im Bus, dass um 18.00 Uhr am Abend uns unser Reiseleiter im
Hotel besuchen würde um uns den weiteren Verlauf unserer Reise zu erläutern, war nichts
wert. 1 Stunde warteten wir vergebens auf jemanden vom Reiseveranstalter. Anders als alle
anderen Reiseveranstalter gab es auch keine Informationsmappe von Plärrer im
Steigenberger. Schließlich machten wir eine Informationstafel im ersten Stock aus, auf
der wir die Information fanden: Abfahrt der Nilkreuzfahrtgäste nach Luxor am Montag um
7.00 Uhr. Das war alles. Schöner Zufall, dass wir das wenigstens noch gefunden haben. Die
Reisebetreuung durch unseren Reiseveranstalter Plärrer fand also zumindest für uns im
Steigenberger überhaupt nicht statt. Am Abend sahen wir
uns zu Beginn der Dinnertime dann einem völlig überfüllten Raucherspeisesaal
gegenüber. Für draußen, wo wir noch Plätze gefunden hätten, war es uns zu kalt und
dem Vorschlag des Saalchefs, uns zu irgendwelchen Leuten an den Tisch mit dazu zu setzen,
wollten wir nicht folgen. So also warteten wir in der Lobby, bis wir nach wenigen Minuten
zu einem Tisch im Nichtraucherabteil des Steigenberger gerufen wurden. Das Buffet an diesem Abend quoll über von erlesenen Speisen, Fisch wie Fleisch, alles war vom Feinsten, bis hin zu der süßen Nachspeise, die den letzten Gang unseres Abendessens bildete. Nachdem wir auch noch unser Wässerchen zu Ende getrunken hatten, verzogen wir uns in unsere Suite, um dem nächsten Tag, dem Beginn der Kreuzfahrt entgegen zu schlummern. |
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3. Montag: Luxor5.30 Uhr Wecken Der Weckdienst funktionierte einwandfrei, wenn wir auch von der Müdigkeit her gerne noch ein bis zwei Stündchen liegen geblieben wären. Aber wir waren rasch aus den Federn, die Sachen hatten wir am Abend vorher schon weitestgehend gerichtet und gepackt. In der Lobby stand Tee und Kaffee für uns bereit, wir waren offensichtlich die einzigen Gäste, die sich an diesem Tag vom Steigenberger in Richtung Nil aufmachten.
Gegen 7.00 Uhr kam
tatsächlich der Bus, also war die Information an der Plärrer Informationstafel richtig
gewesen. Der kleine Bus brachte uns zu einem Sammelplatz außerhalb von Hurghada, hier
stiegen wir in einen größeren Bus um und ab ging die Reise, zunächst an der Küste
entlang bis Sagara und dann in einem Schwenk Richtung Westen, hinein in die
Steinwüstenberge. In einem großen Konvoi, bestehend aus ca. 15 Bussen, die vorne und hinten von Polizei- bzw. Militärfahrzeugen eskortiert wurden, fuhren wir auf einer gut ausgebauten Straße durch eine teils bizarre Wüstenlandschaft, bis wir nach ca. 3 Stunden und nach 2 Erfrischungs-Stopps mit dem üblichen Touristenrummel und der damit verbundenen Bettelei Luxor erreichten. |
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Gegen 14.00 Uhr schifften wir auf der Montasser 1 ein. Hier stellte sich unser Reiseleiter für die Nilkreuzfahrt , Abdul von der Fa. Blue Sky vor, der sich in der Folge für uns als wahrer Glücksgriff erweisen sollte. Unser erstes Mittagessen an Bord half uns ein wenig über den Zustand des Schiffes hinweg, das ganz und gar nicht unseren Vorstellungen von einem 5 * Schiff entsprach. Es waren die vielen Kleinigkeiten, die hier augenscheinlich im Argen lagen und auf einen doch sehr vernachlässigten Wartungs- und Pflegezustand des Schiffes hinwiesen. Hier also spätestens mussten wir unsere europäischen Vorstellungen von ordentlicher Unterhaltung über Bord werfen und uns mit den hier maßgeblichen Vorstellungen arrangieren.
Nach Einbruch der
Dunkelheit führte Abdul uns in einem kleinen Spaziergang zum gelb angestrahlten und so
regelrecht verzaubert erscheinenden Luxortempel, inmitten der Stadt. Hier nun bekamen wir
einen ersten Eindruck von der gewaltigen Kultur, die dieses Land vor über 3000 Jahren
hervorgebracht hat. Danach ging es zurück auf unser Schiff, wo wir ein üppiges Abendbuffet serviert bekamen. Das Rauchverbot in den Kabinen konnten wir umgehen, da wir unser Fenster nach draußen öffnen und so dem Rauchmelder ersparen konnten, unseren Verstoß gegen die Schiffsordnung lautstark zu melden. So konnten wir wenigstens dieser Leidenschaft an Bord frönen.
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4. Dienstag: Esna
Der Tag heute begann mit einem gemeinsamen, sehr frühen Weckruf, denn es stand Theben West und das Tal der Könige auf der Agenda. Früh morgens überquerten wir mit einer kleinen Motorbootfähre den Nil und bestiegen auf der anderen Seite des Flusses den Bus. Nach kurzer Busfahrt in die Berge erreichten wir das Tal der Könige. Unsere Hoffnungen, zu dieser frühen Tageszeit eine Chance zu bekommen, relativ ungestört die Pharaonen Gräber besichtigen zu können, lösten sich auf dem großen, überdimensionierten Parkplatz für Busse rasch in Luft auf. Dennoch schien sich das frühe Aufstehen gelohnt zu haben, denn bei unserer Rückkehr hatte sich der Parkplatz bereits weiter bedrohlich gefüllt und die vielsitzigen kleinen Zubringerfahrzeuge schaufelten immer weiter Heerscharen von Touristen aus aller Herren Länder zu den Königsgräbern.
Wir nutzten die uns zustehenden 3 Besuchsmöglichkeiten von Königsgräbern in der Weise aus, dass wie die Gräber von Ramses III, VI und IX ausgiebig besichtigten. Es war schon faszinierend, die Ergebnisse der Mühen der Pharaonen für ihr Leben nach dem Tod zu bestaunen.
Nach dem Tal der Könige besuchten wir das Grab der wohl im ägyptischen Altertum interessantesten Figur, der Königin Hatsepschut. Der aus der Ferne wie ein modernes Gebäude wirkende Grabtempel war sehr beeindruckend, wenn er auch weitgehend von ihrem Nachfolger zerstört wurde. Durch das Zerschlagen der Gesichter Hatsepschuts in den Fresken sollte offensichtlich jegliche Erinnerung an sie ausgelöscht werden. Die Mumie Hatsepschuts wurde bis heute übrigens nicht gefunden.
Danach ging unsere Fahrt noch in ein nahe gelegenes Bildhauerdorf, wo wir eine Alabasterfabrik besuchten, ohne allerdings etwas zu kaufen.
Abschluss dieser morgendlichen Tempeltour waren dann noch die beiden Kolosse von Memnon. Die beiden gigantisch hohen Granit Figuren, die einst den Eingang zu einem Tempel zierten, sind wohl ebenso wie der Tempel selbst bei einem Erdbeben erheblich beschädigt worden.
Am frühen Nachmittag war dann dieser Teil ägyptischer Geschichte erledigt und wir legten ab, verließen Luxor und Theben West in Richtung Süden, nilaufwärts. Das Nilufer rechts und links war gesäumt von üppiger Landwirtschaft, Palmen, Zuckerrohr, Gemüse sind die Haupt-Kulturpflanzen in diesem Fußabschnitt. In der Ferne ragten karge und sandige Gebirge auf, die gräulich bis rötlich in den fast weißen, heißen Himmel hineinschimmern.
Gegen Nachmittag erreichten wir mit ca. 30 anderen Schiffen die Schleuse von Esna. Hier lagen wir erst einmal eine ganze Nacht lang fest. Die Schleuse allerdings war die ganze Nacht in Betrieb ist ( 2 Schiffe pro Schleusengang). Es war also zumindest für die Mannschaft eine lange Nacht.
Wir verkürzten uns die Wartezeit, indem wir die Bootshändler beobachten die von kleinen Ruderbooten aus ganz dicht an die großen 4 stöckigen Pötte heranruderten und allerlei Klamotten zum Kauf anpreisen. Zwischendurch wird den staunenden Kreuzfahrtgästen dann mit großem Geschick ein Bündel Klamotten zugeworfen. Nach der Anprobe auf dem Schiff kommt dann entweder das Päckchen, oder der ausgehandelte Kaufpreis auf das Boot zurück geflogen. Nach dem Abendessen lud die Schiffscrew zu einer Cocktailparty ein, auf der sich die Mannschaft und anschließend, verbunden mit lustigen Spielchen und viel Musik die verschiedenen, an Bord befindlichen Reisegruppen vorstellten. · Engländer · Spanier · Italiener · Deutsche
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5. Mittwoch: Edfu
Gegen 7 Uhr erzitterte auch unser Schiff und wir durchfuhren die riesige Schleusenkammer, um aber unmittelbar hinter der Schleuse erneut fest zu liegen. Jetzt hieß es, auf die Öffnung der beweglichen Brücke zu warten, die sich erst um 10.00 Uhr für die wartenden Schiffe hob. Als wir auch das überstanden hatten und die talfahrenden Schiffe passiert hatten, konnten wir in dem riesigen Konvoi unsere Fahrt in Richtung Süden fortsetzen. Allerdings löste sich der Pulk von Kreuzfahrtschiffen relativ auf dem hier sehr breiten Fluss sehr schnell auf. Auf den verschiedenen Seiten des breiten Nil suchten sich die Schiffe abwechselnd ihre Route durch den träge dahingleitenden Strom. Zufall oder nicht, aber kaum ein Dorf entlang des Flusses, and dem wir nicht ganz nah vorbeifuhren. So also gleitet das heutige Leben an Land, das sich nur in wenigem von der glanzvollen mehrtausendjährigen Vergangenheit unterscheidet, gemächlich an uns vorüber.
Wir fahren an diesem Tag bis Edfu
Hier stand die Besichtigung des gut erhaltenen Horustempels. ein sog. Ptolomäustempel aus der Griechenzeit auf dem Programm. Vom Schiff hatte Abdul unseren Transfer mit Pferdekutschen einschließlich Bakschisch organisiert. Unser Abdul hatte nicht übertrieben. Der Kutschfahrer wollte natürlich auch noch einmal von uns Geld für die Fahrt, obwohl Abdul alles bezahlt hatte, er wollte also doppelt kassieren. Ich gab ihm nichts, unsere Mitfahrer aber noch einmal ein kleines Trinkgeld, das dem Kutscher aber ganz offensichtlich zu wenig war. In diesem Fall war für mich offensichtlich weniger mehr. Der Gang von der Haltestation bis zum Tempeleingang durch eine Art Touristenbasar geriet zum Spiesrutenlauf durch die aufdringlichen Händler.
Der Horus Tempel zählt zu den größten und am besten erhaltenen Tempelanlagen Oberägyptens.
Wieder an Bord gab
es ein feines Abendessen. Anschließend ein Galabya-Abend. Alle Gäste haben sich im Bordshop irgendwie in Araber verkleidet und dann ging es im Rahmen von kleinen, lustigen Spielchen zu einer Art Kostümprämierung.
Während dessen
geht die Fahrt bis in den späten Abend hinauf nach Kom Ombo, wo wir in der Nacht anlegen. |
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6. Donnerstag Kom Ombo - Assuan
Bereits um 6.00 Uhr gab es wieder einmal eine gemeinsame Weckaktion, um noch vor dem Frühstück den Doppeltempel von Kom Ombo zu besichtigen. Die Hoffnung, einmal nicht von Menschenmassen belästigt zu werden, hat natürlich getrogen, denn dieser Programmpunkt war an diesem Morgen für alle Insassen der anwesenden Kreuzfahrtschiffe obligatorisch. Also schoben wir uns erneut mit Hunderten Touristen an diesem herrlichen Morgen durch die beiden Tempel von Kom Ombo, die den beiden Pharaonischen Gottheiten Horus und Skobet (Nilkrokodilgott) geweiht waren, aber wie der Horus Tempel in Edfu aus Ptolemäischer Zeit stammten.
Interessant waren die Reliefs mit der Abbildung medizinischer Geräte, die einen deutlichen Hinweis darauf gaben, dass schon zu damaliger Zeit Operationen der verschiedenen Art bis hin zu Augenoperationen unter Narkose möglich waren und von den alten Ägyptern durchgeführt wurden. Ferner gab es bei den Reliefs Relikte eines alten ägyptischen Kalenders und ein Nilometer. Mit diesem wurde während der Überschwemmungszeit der Wasserstand des Nils gemessen, an dem sich dann die Höhe der zu entrichtenden Steuern orientierte. Bei geringem oder gar keinem Hochwasser waren die Steuern entsprechend geringer als bei extrem hohen Hochwasserständen.
Leider fiel auch ein großer Teil dieses Tempels einem schweren Erdbeben zum Opfer. Lediglich die beiden großen Säulenhallen blieben weitestgehend unversehrt.
In einer kleinen Nebenkapelle des Tempels waren mumifizierte Krokodile zu sehen. Da sie ebenfalls von all den an diesem frühen Morgen anwesenden Besuchern gleichzeitig besichtigt werden wollten, haben wir uns das Schlange stehen dafür erspart und gingen zu unserem direkt neben den Tempeln liegendem Schiff zurück.
Nachdem wir alle wieder an Bord versammelt waren, konnten wir den letzten Abschnitt unserer Reise nach Assuan fortsetzen. Jetzt wechselte das Landschaftsbild fast schlagartig. Während an der Backbordseite felsenartige Granitgebirge bis kurz vor das Nilufer reichen und der Bahnlinie gerade noch ausreichend Platz ließen, schob sich an der Steuerbordseite die Lybische Sahara bis unmittelbar an den träge dahin fließenden Fluss.
Just zum Mittagessen machten wir schließlich mit einer leichten Verspätung am Kai mitten in Assuan mit vielen anderen Kreuzfahrtschiffen fest.
Nach dem Mittagessen begann die Besichtigungstour von Assuan. Zunächst galt es, in einem Steinbruch mitten in der Stadt, unweit des Nil den unvollendeten Obelisken mit einem Gewicht von 1168 Tonnen 15. Jhdt v. Chr. zu bewundern. Die Arbeiten an diesem Obelisken wurden allerdings eingesellt, da sich Risse im Gestein ergaben.
Anschließend ging die Fahrt zum alten Nildamm, den die Engländer bereits 1898 bis 1902 erbauten und so den ersten Nilkatarakt stauten.
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![]() Ein Highlight dieses Tages war die Fahrt zum Nil Hochstaudamm, der den Nasser See auf 250 km Länge und 25 km Breite aufstaut.
Danach besuchten wir den Philae Tempel, der zur Rettung vor den Stauseefluten auf eine höher gelegene Nilinsel verlegt wurde.
Der sich anschließende Besuch einer Papyrus Fabrik war für uns beide weniger ergiebig, war es doch mehr eine Verkaufs- als Informationsschau.
Danach besuchten wir die große Moschee von Assuan, wo uns Abdul einen Überblick über den in Ägypten praktizierten, vergleichsweise moderat praktizierten Islam gab. Den Sonnenuntergang am Westufer des Nils über der Lybischen Wüste betrachteten wir vom Old Cataract Hotel aus, wo Agatha Christie ihren Kriminalroman Tod am Nil geschrieben hatte. Anschließend gönnten wir uns noch einen geführten Gang durch den nächtlichen Basar von Assuan, den wir mit einem Besuch im Kaffeeshop gegenüber dem Bahnhof und dem Kauf eines Nubiermützchens abschlossen.
Am Abend auf dem Schiff wurde den Gästen ein sog. Nubier Abend geboten, den wir beide uns allerdings schenkten. Wir waren zu kaputt und sind nach dem Essen und unserem obligatorischen Kaffee in die Betten verschwunden.
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7. Freitag: Assuan
Ebenso wie den Nubier Abend schenkten wir uns den fakultativen Besuch des Tempels von Abu Simbel. Die Abu Simbel Leute wurden um 2.00 Uhr geweckt, um gegen 3.00 Uhr mit dem Bus im Konvoi nach Abu Simbel zu fahren.
Wir durchschliefen eine ruhige Nacht. Zum einen war uns dieser Tagesausflug über rd. 250 km zu anstrengend, zum anderen erschien er uns mit 70 / Person auch deutlich zu teuer. Also zogen wir es vor, diesen Tag an Bord zu verbringen.
Es sollte eigentlich ein gemütliches Frühstück werden, war doch ein guter Teil der Gäste war mit nach Abu Simbel gefahren. Der Speisesaal war an diesem Morgen schon entsprechend für weniger Leute zum Frühstück eingedeckt, so dass zunächst ein ziemliches Durcheinander entstand, weil die Vorgabe des Reiseleiters, dass wir alle unsere festen Plätze haben sollten, keine Gültigkeit mehr hatte. Nun gut, wir haben uns irgendwie arrangiert, aber das Personal hatte an diesem Morgen irgendwie überhaupt keine rechte Lust, uns Daheimgebliebene überhaupt zu bedienen. Einen Grund dafür vermochten wir nicht zu erkennen. Jedenfalls ließen sie den ganzen Frühstücksmüll teils einfach auf dem Tisch vor uns stehen, den Nachbarn brachten sie kein weiteres heißes Wasser für den aufzuschüttenden Pulverkaffee. Schlicht, der Service an diesem Morgen war eine einzige Katastrophe, was auch zu heftigen Beschwerden gegenüber Abdul am Mittag führte. Er muss mit den Verantwortlichen ein Machtwort gesprochen haben, jedenfalls klappe von da an klappte dann alles wieder vorzüglich.
Den Nachmittag verbrachten wir dann auf dem zweiten Teil des am Vortag im Basar abgebrochenen Stadtbesichtigungsprogramms. Nach dem Essen vereinten wir uns wieder mit der Abu Simbel Truppe und bestiegen ein Motorboot, mit dem wir auf die Lord Kitchener Insel fuhren, wo man in der Zwischenzeit nach dem Abzug der Engländer einen wunderschönen botanischen Garten mit Pflanzen und Bäumen aus der ganzen Welt angelegt hatte.
An diesem arbeitsfreien Freitag bevölkerten unzählige Familien diesen Garten und vergnügten sich mit Spielen aller Art. Blinde Kuh und Völkerball konnten wir identifizieren, aber auch ein luftleerer Plastikfußball war noch gut genug, um im Schatten der Bäume als Spielzeug herzuhalten. Wir durchstreiften diesen Garten und wurden von den Einheimischen freundlich belächelt und bestaunt.
Unsere Fahrt ging weiter durch den ersten Nilkatarakt, wo wir dann die herrlich gelegene Terrasse des Old Katarakt Hotels von der Wasserseite her bewundern konnten, auf der Agatha Christie ihren Kriminalroman "Tod am Nil" schrieb, während ihr Mann sich dem Studium der Ägyptischen Altertümer hingab.
Unterwegs tauchten wie aus dem Nichts plötzlich winzig kleine Bötchen auf in denen Kinder saßen, die sich geschickt mit kleinen Holzpaddeln unserm Boot näherten, sich festklammerten und anfingen, internationale Kinderlieder zu schmettern, bis sie gegen ein kleines Bakschisch ihre Bemühungen aufgaben, uns zu unterhalten.
Gegen 16.00 Uhr war auch dieser Ausflug zu Ende und wir erreichten wieder unsere Montasser 1 und legten ab. Statt aber nun nilabwärts zu fahren, machten wir noch einmal eine Art Stadtrundfahrt von der Wasserseite her und legten am letzten Nilkreuzfahrtschiff an, um zwei verloren gegangene Passagiere aufzunehmen. Erst dann konnte unsere Rückreise Richtung Norden beginnen. Gegen 20.00 Uhr erreichten wir den gelb angestrahlten Tempel von Kom Ombo, den nun die neu eingestiegenen italienischen Kreuzfahrtgäste besichtigen konnten, bevor auch sie sich an das Dinnerbuffet begeben konnten.
In der Nacht legten wir noch in Kom Ombo ab, um irgendwann gegen Morgen in Edfu anzulegen.
8. Samstag: Edfu Isna Luxor
In Edfu gab es für unsere italienischen Mitreisenden um 6.45 Uhr die Gelegenheit, den Horustempel zu besichtigen, alles Programmpunkte, die wir bereits auf der Hinfahrt nach Assuan abhaken konnten. Für uns also hieß es, ausschlafen, frühstücken und Sonnenbaden.
Nach Edfu tuckerten wir gemächlich weiter in Richtung Norden, bis wir wieder vor der Brücke von Esna bis 16.00 Uhr festlagen.
Das Angebot zu einem kleinen Stadtrundgang mit der Besichtigung eines kleinen tiefliegenden Tempels und eines kleinen Basars ließen wir ungenutzt und ruhten uns statt dessen an Bord beim Sonnenbaden aus.
Was die Händler auf der Hinfahrt von ihren kleinen Booten aus veranstalteten, spielte sich nun von Land aus ab. Es wurde gefeilscht, gehandelt und gebettelt, was das Zeug hielt und die Polizei schaute zu, bis sich die Sonne im Westen verabschiedete. Gegen ein kleines Bakschisch für den Polizisten konnten auch die Letzten noch ihre Handtücher an den Mann bringen, dann kehrte am Ufer so langsam Ruhe ein. Um 20.00 Uhr schritten wir zum Abendessen und bis wir richtig fertig waren und der Schlangenbeschwörer seine müden Kobras aus dem Korb ausgepackt hatte, passierten wir auch schon die Schleuse von Esna.
Die Nacht also nutzten wir, um uns weiter mit unserem haushohen Pott in Richtung Norden, Richtung Luxor zu schieben.
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9. Sonntag: LuxorFür unsere Tischgenossen, Pumuckel und Struppi war heute Abreisetag denn sie waren zwei Lehrer im Bayerischen Schuldienst, die am Montag wieder von ihren erbarmungswürdigen Schülern erwartet wurden. Irgendwie war ich froh dass wir keine Kinder hatten, die wir solchen Typen anvertrauen mussten.
Wie dem auch sei, wir rückten weiter mit dem netten älteren Ehepaar aus Frankfurt zusammen und frühstückten gemeinsam mit dem Rest der Truppe, der Limburger Familie, die in Forchheim / Oberfranken arbeitete. Irgendwie waren wir eine nette Gesellschaft. Um 9.00 Uhr holte Abdul uns zu unserem letzten Programmpunkt ab, dem größten Tempel Ägyptens, dem Karnaktempel und es war wirklich beeindruckend, was die Pharaonen uns hier hinterlassen hatten. Eine riesige Tempelanlage zu Ehren des Gottes Amun, an dem ca. 1000 Jahre gebaut wurde und der unvorstellbare Ausmaße hatte. Das was der Zahn der Zeit und das große Erdbeben der Nachwelt hinterlassen hatten, war mit ein wenig Phantasie genug, um sich die Pracht und die Herrlichkeit dieser Zeit vorstellen zu können.
Königin Hatschepsut hat sich hier mit einem riesigen Obelisken aus geschliffenem Granit ebenso verewigt wie Pharao Ramses II., der 111 Söhne in die Welt setzte und sich hier in Stein gemeißelt mit seiner Lieblingsrau Nefertari verewigte. Der Westteil des Tempels, der als letzter Teil in der griechischen Zeit gebaut wurde, blieb praktisch als Baustelle für die Nachwelt erhalten. Hier sind am Ende der Widderallee noch die Rampen zu sehen, mit deren Hilfe die riesigen Pylonen Reihe für Reihe aufgeschichtet wurden. Durch mehrere Säulenhallen, die teilweise in früherer Zeit mit Steinplatten überdacht waren marschierten wir mit einer Unzahl von Touristen zu früher Stunde durch die Anlage bis zum Allerheiligsten, dem Opferstein. Anschließend hatten wir eine halbe Stunde Zeit, uns auf eigene Faust ein Bild von dieser wirklich sehr beeindruckenden Anlage zu machen.
Auf der Rückfahrt verzichtete die Reisegruppe insgesamt auf den Besuch einer Parfum Manufaktur. Statt dessen ließen wir uns die Basarstraße zum Bahnhof zeigen, die wir uns für den Nachmittag mit den beiden Leipziger Leuten nach der Teestunde an Bord vorgenommen hatten, während der Rest unserer Gruppe sich ab 17.30 Uhr für die Ton- und Lichtshow am Karnak Tempel eingeschrieben hatte.
Für uns hieß es zunächst einmal nach der Tempelbesichtigung am Tag Sonnebaden auf dem Sonnendeck der Montasser 1.
Mit dem netten
Ehepaar aus Leipzig verabredeten wir uns für die Zeit nach dem Nachmittags Tee zu einem
Stadtrundgang. Aus unerklärlichen Gründen aber fiel der heutige Nachmittags Tee aus und
so legten wir für die Zeit unseres Abmarsches 17.30 Uhr fest, eine Zeit, in der die
größte Hitze aus der Stadt gewichen sein sollte. |
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![]() Pünktlich, wie es wahrscheinlich nur wir Deutsche hinbekommen, trafen wir uns mit unseren Wandergefährten und brachen die wenigen hundert Meter ins Basarviertel auf. Zunächst ein Stück am Nil entlang und dann hinein in die enge, mit allerlei nützlichen und unnützen Waren vollgepflasterte Einkaufsstraße von Luxor. Wie die Fliegen auf den Mist, so stürzten sich die Geschäftsinhaber und ihre Schlepper auf uns, um uns auf allerlei Tand und Mist aufmerksam zu machen, den keiner von uns auch nur im Ansatz brauchen konnte. Den Tipp von Abdul, uns in Richtung Hauptbahnhof zu bewegen missachteten wir, denn in diese Richtung gab es für uns überhaupt nichts Interessantes zu entdecken. Also machten wir wieder kehrt, um erneut in das pralle Geschäftsleben von Luxor einzutauchen. Nach einigen hundert Metern ließen wir uns in einer kleinen Seitenstrasse in einer Teestube zwischen Shisha rauchenden Ägyptern nieder und ließen den Kundenstrom in sicherer Entfernung an uns vorüberziehen. Hier gelangen uns auch ein paar Schnappschüsse von den weiteren Gästen, die uns kaum wahrnahmen. Der Tee schmeckte köstlich, wenn wir auch sicherlich mehr als den doppelten üblichen Preis dafür gezahlt hatten, aber mit 4 Pfund war er für unsere Verhältnisse denn och so preiswert, dass wir auf das ansonsten übliche Gefeilsche verzichteten.
Nachdem wir uns also auf diese Weise etwas entspannt hatten, tauchten wir tiefer in dieses Gewirr von Stimmen und Gerüchen ein, bis wir dann am Ende von der Hauptstraße weg begannen, die grobe Richtung Nil zu suchen. Immer dunkler wurden die Gassen und plötzlich waren wir von einer Horde lachender und klatschender Kinder umringt, die wieder los zu werden, sich als gar nicht so einfach erwies.
Schließlich sahen wir durch die engen Gassen die Lichter eines Nilschiffes vorüberziehen, um im gleichen Moment wieder von 2 völlig verdreckten Jungs umringt zu sein, die es auf nichts anderes abgesehen hatten, als in Edith, der blonden Europäerin ihre Mutter zu sehen und nicht eher von ihr abließen, bis sie dem einen der beiden einen Kuss auf die vor Dreck strotzende Wange hauchte.
Nun, irgendwann fanden wir uns tatsächlich auf der Nilpromenade wieder, und auf dem Weg zurück fanden wir sogar eine Möglichkeit, damit unsere Leipziger Weggefährten eine funktionierende Möglichkeit fanden, nach Deutschland zu angemessenen Bedingungen telefonieren zu können. Während sie das erledigten, hörte ich mir die Klagen eines fliegenden Händlers an, dem die mangelnde Geldausgabebereitschaft der Touristen offensichtlich große persönliche Probleme bereitete.
Schließlich erreichten wir wieder unser Schiff, nahmen unser Abendessen ein, füllten die Feedbackzettel mit den zutreffenden Kommentaren aus und verabschiedeten uns von unserem Reiseleiter Abdul.
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10. Montag: Luxor-El Gouna An diesem Morgen brauchten wir den allgemeinen Weckruf um 6.00 Uhr nicht abzuwarten, sondern entstiegen bereits um 5.30 Uhr von selbst unseren Betten, um uns frisch zu machen, zu frühstücken und die Heimreise anzutreten. Pünktlich um 7.00 Uhr bestiegen wir unseren Bus, nach nur wenigen hundert Metern aber war unsere Fahrt bereits wieder zu Ende. An einem Sammelplatz in einer Seitenstraße der Nilpromenade, gegenüber der Jugendherberge von Luxor wurde unser Konvoi von ca. 20 Bussen für die eskortierte Fahrt nach Hurghada zusammengestellt. Nach etwa einer Stunde war alles komplett, die fliegenden Händler an diesem Sammelplatz konnten wieder zusammenpacken und die mehr als 4-stündige Reise durch die Wüste Richtung Osten konnte beginnen. Die Rückfahrt verlief spiegelbildlich zur Hinfahrt.
In Hurghada angekommen begann das zeitraubende Entladen des Busses und da wir mit El Gouna den nördlichsten Punkt der Sammeltour bildeten, waren wir natürlich auch die letzten, die entladen wurden. Die Uhr zeigte nun schon reichlich 14 Uhr, bis auch dieser Abschnitt unserer Reise ad acta gelegt werden konnte.
Wir checkten in unser bereits vor einer Woche festgelegtes Zimmer ein und verbrachten den Rest des Nachmittags zur Entspannung von der Bustour am Pool. Mitten in den hygienischen Vorbereitungen zum Dinner kam dann noch der Anruf der Reiseleitung, wo wir uns die letzten Informationen zu unserer Rückreise am Samstag abholen konnten.
Der Abend klang mit einem wunderbaren 5 * Abendessen aus und wir waren ob dieser Erlebnisse im Steigenberger sicher, die richtige Entscheidung mit diesem Hotel als Kontrastprogramm getroffen zu haben. |
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11. Dienstag: MangrovenstrandAn An diesem Morgen haben wir erst einmal bis 8.30 Uhr ausgeschlafen. Ausgeruht ging es dann zu unserem üppigen Frühstück im Freien. Anschließend bestiegen wir den Bus zum relativ weit außerhalb liegenden Privatstrand des Steigenberger am Mangrovenstrand. Hier machten wir es uns in einer kleinen Weidenhütte mit 2 Liegen gemütlich, nahmen ein Bierchen in der nahegelegenen Strandbar. Als wir zurückkamen, hatte sich neben uns eine deutsche Familie mit 2 Kleinkindern ausgebreitet. Die Alten aber glaubten, dass ihnen mit ihren Kindern die ganze Welt gehörte und sie veranstalteten mit ihnen einen solchen Buhei, dass wir nach kurzer Zeit unsere Sachen zusammenpackten und abzogen. Es war einfach neben diesen rücksichtlosen Idioten nicht auszuhalten, solch einen Stuss haben die da mit ihren Kindern veranstaltet.
Gegen 14 Uhr nahmen wir dann wieder den Bus zum Hotel und zogen zum Swimmingpool um. Das Wasser hatte Badewannen Temperatur und wir ließen es uns einfach bis gegen 17.00 Uhr hier gut gehen. Dann machten wir uns noch einmal auf in die Stadt zur Marina. Eine brandneue, gigantische Anlage, in der sich schon die ersten Megayachten eingefunden hatten. Millionen Euro schwere Schiffe dümpelten da vor sich hin und wir hatten das Vergnügen, als unbeteiligte Zuschauer dieses Geldspektakels dabei zu sein.
An der Strandbar
am Ende des Hafenbeckens beobachteten wir das Einlaufen eines mit Touristen voll
gepackten
Ausflugsschiffes, nahmen unser Stella Bier, um dann gegen 19.00 Uhr wieder
gemächlich zum Bus zurückzuschlendern. Am Umsteigepunkt
Downtown erledigten wir dann noch unsere Einkäufe in der Apotheke (Rennie für 9 Pfund)
und im Supermarkt, Zigaretten und Getränke. Dann ging es mit dem Bus zurück ins Steigenberger, umziehen und der Tag klang mit einem üppigen Dinner aus.
Anschließend gaben wir uns erneut den süßen Urlaubsträumen hin. |
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Auch die vergangene Nacht war ruhig und erholsam und es war schon 7.30 Uhr, als auch ich mich aus den Federn schälte. Gegen 8.00 Uhr schritten wir zu unserem 5 * Frühstück, das keinerlei Wünsche offen ließ.
Anschließend war Entspannung am Pool angesagt, Entspannung, von was eigentlich? Jedenfalls hat uns an diesem Tag das Spiel der Kinder weit weniger gestört, als am Vortag, an dem ein übertriebener Vater meinte, seine schlecht gelaunten Kinder lautstark bei Laune halten zu müssen.
Nach unserer obligatorischen Tasse Kaffee gegenüber der Anlegestelle zum Golf Club House überkam uns doch die Neugierde, um uns zum einen in die für uns fremde Welt der Golfer zu begeben, aber auch, um einmal zu sehen, was Steigenberger in Ägypten unter Wellness verstand. Von dem kleinen wackligen Boot entstiegen, fiel Ediths Auge direkt auf unser erstes wirkliche Souvenir des Steigenberger Golf Resort, einen hoffungslos zwischen die Kakteen von der Übungs - Range verschlagenen Golfball. Das Bällchen nannten wir ungefragt unser eigen. Unsere Neugierde trieb uns dann zur versammelten Truppe der Golfer, die sich lässig auf der Terrasse des Golf Club eingefunden hatte.
Wir folgten zunächst den Schildern ins Wellness Zentrum. Das Personal des Wellness Zentrums mit Fitnessraum, Sauna, Hamam, bestand aus 2 asiatisch ausschauenden Ladies, was uns eine gewisse Hoffnung für die Qualität der Behandlungen gab, hatten wir doch gerade zuvor noch den letzten Satz, dass weltweit eigentlich die Asiaten die einzigen seien, die sich in diesem Punkt auf ihr Geschäft verstehen. Ferner war offensichtlich ein Ägypter in diesem Geschäft, der uns bereitwillig und geduldig die gesamte Einrichtung dieses Wellness Zentrums vorführte.
Nachdem wir uns dann noch ein wenig im eigentlichen Clubhaus umgesehen und die utopischen Preise für die Klamotten und andere Utensilien, z.B. für gebrauchte Bälle (6 Stück für 8 Euro) einverleibt hatten, wurde Ediths Drang, sich dieser Sportart hinzugeben schon moderater. Doch Geld allein, das wissen wir, ist nicht alles, vor allen Dingen dann nicht, wenn man sein Leben mit etwas anderem als für den Mann, die Kinder und das Haus da zu sein, auszufüllen trachtet.
Wir umrundeten das Clubhaus und wurden von mehreren elektrisch betrieben Golf Caddies überholt auf denen sich überwiegend Gesichter wieder fanden, die wir am Morgen beim Frühstück, oder am Abend zuvor beim Abendessen bereits gesehen hatten. Wir schlenderten weiter und fanden uns am Abschlagspunkt der Bahn 10 wieder. Hier hielten auch die zuvor vorbei geeilten Caddies an und nach und nach schlugen die Cracks hier ihre Bälle ab. Mir erschienen die Bewegungen, die vor dem eigentlichen Abschlag wirkungslos erscheinenden Luftübungen glichen, wie die von Ballerinatänzerinnen, da sie jedes Mal letztendlich unnatürlich wirkend auf den Zehenspitzen des rechten Beines endeten. Dennoch, die Schläge auf diese unschuldig wirkenden, weißen Kunststoffkügelchen waren derart heftig, dass ich nur einen gelb gefärbten Ball wirklich mit bloßem Auge verfolgen konnte. Alle anderen geschlagenen Bälle verloren sich für mein ungeübtes Auge in der unendlichen Weite des Greens.
Nach nur wenigen Minuten war uns beiden klar, dass diese Sportart doch auch einen gewissen Grad körperlicher Beweglichkeit, Konzentration und Fitness erfordert, die wir jemals zu beherrschen, Äonen entfernt waren. 16.30 Uhr legten wir dann von der Shuttle Boot Plattform am Rande des Kinderspielplatzes am Steigenberger ab. Das Boot war gut besetzt, als es anlegte aber gottlob stiegen doch auch am Steigenberger einige Gäste aus und wir bekamen einen schönen Sitzplatz.
Die Frau, die neben mir und gegenüber von ihren 2 Kindern oder ihr anvertrauten Menschen saß, hatte die ganze Fahrt über bis Downtown nichts Besseres zu tun, als die Flirtversuche des Bootsführers abzuwehren. Peinlich, irgendwie, aber sie war eine Russin oder aus einem anderen Ostblockland, was die ganze Situation etwas relativer erscheinen ließ.
Downtown angekommen, machten wir den geplanten kleinen Stadtbummel. Ediths Geschäft für Armreifen war, trotz der Einladung an der Tür Open noch geschlossen. Also nahmen wir in der kleinen Kneipe gegenüber, die sich sinnigerweise German Biergarten nannte, unsere beiden Stellas Local und im zweiten Anlauf trafen wir tatsächlich den Ladenbesitzer, den Herrn über Klamotten und Armreifen, der uns zunächst erklärte, dass er trotz seiner dreistündigen Mittagspause vergessen hatte, sein Türschild umzudrehen um die tatsächlichen Öffnungszeiten bekannt zu geben. Zunächst schien es, dass Edith in diesem Laden etwas gefunden hatte, aber keiner der angebotenen Artikel hatte einen ausgezeichneten Preis, also hieß es fragen, ja, wenn da nicht zwischendurch das Telefon geklingelt und den Ladenbesitzer einfach für die Zeit unseres Aufenthaltes im Laden gefangen gehalten hätte. Nach dem Tonfall des Mannes am Telefon ging es um etwas Wichtiges oder gar Ärgerliches. Wir ließen ihn wie zwei weitere Ladenbesucher mit seinem Gesprächspartner am Telefon alleine und verließen kurzerhand diesen Laden. Das Telefongespräch schien ihm wichtiger als seine Kundschaft, und so ließen wir ihn mit seinen Telefongeschäften alleine.
Nach diesem Erlebnis schlenderten wir langsam, ohne etwas gekauft zu haben in Richtung Bushaltestelle, kauften noch versehentlich viel zu viele gesalzene Erdnüsse und fuhren zurück.
Im Steigenberger angekommen lösten wir dann in der Par 19 Bar noch unseren Gutschein für den zweiten Steigenberger Welcome Drink bei einem herrlichen Blick über die Anlage ein. Dann genossen wir noch das italienische Buffet an diesem Abend und der Tag ging wie die vorangegangenen harmonisch zu Ende.
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13. Donnerstag:
Steigenberger Pool Schwer lag mir die Pasta des italienischen Buffets in der Nacht im Magen und ich meinte, von dem, was da in mir hochkam, war vielleicht der Kaffee zum Ende des Essens nicht der richtige Abschluss. Das lässt sich jedoch leicht ändern.
Nach einem wunderbaren Frühstück um 8.00 Uhr ohne Kinder Gezeter ließen wir uns erneut am Hotelpool auf unserem alten Platz nieder. Irgendwie war seit dem Abend vorher das Wetter ein wenig umgeschlagen. Der Wind hat aufgefrischt und es war merklich kühler, als die Tage davor geworden. Dennoch genossen wir bis gegen 14.00 Uhr diesen Tag, bis ich auch das letzte Buch aus unserer Reisebibliothek ausgelesen hatte Himmel über Afrika. Dann zog ich mich ins Zimmer zurück, um diese Zeilen hier fertig zu schreiben, während Edith es sich noch ein wenig am Lagunenstrand gemütlich machte. Zwischendurch kam sie mit einer Hand voll verschlagener Golfbälle zurück, die sich von der Übungsrange abgeschlagen in der Lagune wieder fanden und mir heute, am drittletzten Tag auch die Aktionen des Bootes mit dem kleinen Netz erklärten, mit dem ein Beduine permanent die verschlagenen Bälle aus dem Wasser fischte, um sie dann wohl wieder als gebrauchte in Päckchen zu je 6 Stück für 8 Euro an die zahlungswilligen Golfer zurück zu verkaufen. So viel kann man auch im Entferntesten nicht mit Fische fischen verdienen. Golf Bälle Fischen, dieses Geschäft hat an dieser Stelle der Welt Zukunft, aber wie so oft im Leben, nur für ausgesuchte Leute.
Gegen 16.00 Uhr war auch Ediths Strandprogramm für diesen Tag am Ende und wir machten uns fertig für den Bus Downtown.
Der kam auch pünktlich, spendierte uns aber noch eine kleine Hotelrunde zum LTI, bevor wir endgültig in die Stadt fuhren. Am Hauptplatz stiegen wir erneut in den Marina Bus. Zwischenzeitlich neigte sich auch dieser Sonnentag zu Ende und der Wind, der an diesem Abend von der Landseite her blies wurde immer kälter und heftiger, insbesondere addierte er sich in dem offenen Bus zu einem empfindlich kalten Wind, der sich auch noch in der Marina recht gefährlich für unsere Gesundheit anfühlte. Wir nahmen erst einmal einen wärmenden Capuccino auf der Terrasse einer kleinen Bar, konnten aber ob dieser Temperaturen die Marina auch nicht im Entferntesten so geniessen, wie am Vortag. Also machten wir uns wieder auf den Weg zurück, nicht ohne vorher allerdings ein kleines Raumausstattergeschäft zu besuchen. Gekauft haben wir nichts und bevor der Bus wieder abfuhr, konnte ich Edith dann auch noch gerade rechtzeitig aus einem kleinen Ramschladen herauslocken.
Also, zurück in der kalten Dunkelheit nach Downtown. Hier erstanden wir noch ein paar Zigaretten um die Zeit, bevor wir unsere Exportvorräte für 75 Pfund (10 ) die Stange am kommenden Tag auffrischen konnten.
Zurück also ins Hotel, und dort erst einmal den deutschen Nachrichtensender im Fernseher abgelauscht. Dann ging es zu unserem amerikanischen Buffet an diesem heutigen Abend. Keine Pasta an diesem Abend, dafür aber mexikanisches Rindfleisch mit Pommes. Den Koch, der das Tranchieren eines riesigen Truthahns zelebrierte, mussten wir an diesem Abend links liegen lassen. Nach dem obligatorischen, übersüßen Nachtisch hatten wir auch unsere 1,5 Liter Mineralwasser intus und waren reif für das Bett.
14. Freitag, letzter Urlaubstag
Gegen 6.30 hatte ich ausgeschlafen und den Rest des ADAC Ägypten Reisemagazins gelesen. Alexandria, das wir sicherlich nicht so schnell besuchen werden und der Artikel über die 5 großen Oasen in der Lybischen Wüste stimmten mich auf diesen Tag ein. Edith, die auch schon einmal kurz aufgestanden war, hatte sich wieder gelegt und ich zog mich zu einem kleinen morgendlichen Spaziergang rund um die Lagune an. An deren Ende hatte der Seewind die restlichen Golfbälle in einer Ecke zusammen getrieben und ich stopfte mir die Taschen mit weiteren 13 dieser erlesenen Souvenirs voll.
Irgendwie hatte sich nun das Wetter endgültig besonnen, entsprechend der Jahreszeit das geschundene Land ein wenig von der unbarmherzigen Sonne zu verschonen. Milchig grau verhüllte der Himmel die über den Wolken bereits aufgegangene Sonne. Vielleicht hat dieser Wechsel des Wetters auch mit dem Mond zu tun, der am Vorabend schon seine volle Größe erreicht zu haben schien.
Gegen Mittag dann aber hat es die Sonne mit ihren Strahlen doch noch geschafft, die Wolkendecke zu durchstoßen und geschützt vor einem immer stärker auffrischenden Wind verlebten wir den Tag, so weit es ging am Pool. So weit es ging heißt, dass im Laufe des Tages die Zahl der im Wasser tobenden und am Poolrand schreienden Kinder immer mehr zunahm, so dass wir uns am Nachmittag dann doch entschlossen, den Rest des Sonnentages in der Ruhe des Lagunenstrandes auf den Liegen ungestört zu verbringen.
Gegen 16.00 Uhr machten wir uns dann auf in die Stadt, um unsere letzten Erledigungen zu tätigen. Zigaretten, Medikamente, noch eine handgefertigte Halskette für Edith und 2 Bier am Downtownplatz. Zwischenzeitlich hat sich auch der Wind gedreht und blies von der Landseite her kräftig und trieb dicke Staubwolken vor sich her durch die Stadt. Aus der mittäglichen Sonne wurde eine schmutzig graue Scheibe und das ganze schien sich zu einem richtigen Sandsturm auszuwachsen. Wir malten es uns schon aus, dass wir am nächsten Tag nicht starten werden können. Während Edith sich durchaus mit einem derartigen Gedanken anfreunden konnte, ist mein Bedarf an Ägypten erst einmal gedeckt und ich würde gerne planmäßig nach Hause reisen können, ungeachtet der Tatsache, dass nach den Fernsehnachrichten der Winter zur Zeit, immerhin Anfang März, Deutschland den Rücken noch nicht endgültig gekehrt zu haben scheint.
Nun gut, um diese Vorstellung wirklich werden lassen zu können, begaben wir uns gegen 18.00 Uhr in Richtung Steigenberger Lobby, wo wir entsprechend der Ankündigung von Plärrer mit weiteren Plärrerkunden sehnsüchtig aber erneut vergeblich auf den Reiseleiter warteten. Gegen 19.00 Uhr tauchte er dann ohne Entschuldigung auf, lediglich mit der Erklärung, dass heute, entgegen der Nachricht, die er an uns einen Tag zuvor schriftlich verbreiten ließ, ohnehin keine Sprechstunde sei, sondern er lediglich die Transfer- und Flugzeiten bekannt geben wollte. Jetzt wurde ich aber ob dieses unprofessionellen Managements sauer. War schon bei unserer ersten Ankunft entgegen der Ankündigung von Plärrer keine Sau zu sehen, ging das jetzt im Zusammenhang mit unserer Abreise gerade so weiter. OK, wir hatten unsere Abreise und Transferzeiten und gingen zum Essen. Danach lauschten wir auf der Pool Terrasse noch ein wenig dem Gitarrenspieler, der wunderbare Melodien aus seinem Instrument zauberte und dann gaben wir uns der letzten Nacht in unserem wunderschönen Hotel hin.
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15. Samstag: AbreiseUm 6.00 Uhr war die letzte Nacht für uns in El Gouna um. Ich muss sagen, da wir die ganzen Tage hier mit den Hühnern ins Bett gegangen waren, reichten auch diese Stunden Schlaf, um uns für die Herausforderungen des heutigen Tages fit zu fühlen. Ja, eigentlich musste heute doch gar nicht mehr geschehen, als dass, ausnahmsweise einmal eine Maschine aus Ägypten pünktlich startet. Warten wir es ab. Jedenfalls sollen wir um 13.10 Uhr am Hotel abgeholt werden, denn um 16.15 Uhr sollte unsere Maschine nach Frankfurt starten. Die Temperaturen an diesem heutigen Tage sind ein weiteres Stück in den Keller gegangen, ob es die Sonne heute schafft, die dicken grauen Wolken am Himmel zu vertreiben, bleibt offen. Der Sand auf unserer Terrasse von gestern liegt heute noch, das gibt Abzüge in der Hotelbewertung.
Das Frühstück war wie immer üppig und abwechslungsreich und wir haben es einfach genossen. Vielleicht ist es ein gutes Omen für diesen Tag, dass die deutsche Familie mit ihren zwei kleinen Terroristen wenigstens zum Frühstück einen Bogen um uns machte und sich in den hinteren Teil der Frühstücksanlage verzog, obwohl sie zunächst kurz innegehalten hatte, um sich vielleicht doch in unserer Nähe in der Abteilung Kettenraucher mit den schönen großen Tischen und den Sofas zu platzieren.
Gegen 10.00 Uhr hat es dann die Sonne doch noch geschafft und sich durch die hoch liegende Wolkendecke gekämpft. Nur geht nach wie vor ein recht kalter, landseitiger Wind und der Boy an der Rezeption gab die für uns unkontrollierbare Wetterprognose ab, dass es die nächsten 10 Tag so frisch hier am Roten Meer bleiben soll.
Nun, uns kann das erst einmal egal sein. Für Westdeutschland hat die Deutsche Welle Schneefall angesagt, das werden die Dinge sein, mit denen wir uns in der Heimat zunächst einmal auseinander zu setzen haben werden.
Nach einer letzten kurzen Dusche waren unsere Koffer rasch gepackt. Das schöne mit der Packerei am Urlaubsende ist, dass wenn die Schränke, Schubladen und die Ablage im Bad leer sind, wir nichts vergessen haben können.
16. Ankunft in der Heimat
Mit unserem Abflug um 16.15 war es natürlich nichts. Eine Minute vor 16.00 Uhr sprang die Anzeigetafel um und verkündete eine Stunde Verspätung. Das bedeutete für uns, dass wir die Bahnfahrt von Frankfurt nach Hause an diesem Abend vergessen konnten. Dennoch genossen wir den unproblematischen Flug und kamen wie geplant verspätet in Frankfurt an.
Statt der Bahn nahmen wir uns am Flughafen einen Mietwagen und fuhren in unsere Heimat, die wir gegen 0.00 Uhr erreichten. Damit war auch diese Reise zu Ende.
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