Engagement

"And so, my fellow Americans: ask not what your country can do for you, ask what you can do for your country."!
John F. Kennedy, inauguration address, January 1961.

"Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst."!
John F. Kennedy, Rede zu seiner Amtseinführung, Januar 1961

 
Unser Gemeinwesen wird ganz wesentlich vom persönlichen Engagement seiner Bürger für die Gesellschaft mit getragen. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, sich in diese Gesellschaft einzubringen. In welcher Form das geschieht, entscheidet jeder für sich nach seinen ureigenen persönlichen Fähigkeiten und Neigungen.

Ich setze mich beispielsweise für die Arbeit der Ärzte ohne Grenzen ein, deren selbstlosem Einsatz in allen Notstandsgebieten dieser Welt ich großen Respekt und Anerkennung entgegen bringe. Bei dieser Organisation habe ich am wenigsten das Gefühl, dass sie aus ihrer Tätigkeit auch noch ein großes Geschäft machen möchte. Aus ganz persönlichen Erfahrungen mit dem DRK oder den Johannitern in Deutschland vermag ich dort diesem Eindruck nicht immer uneingeschränkt entgegen zu treten. Außerdem stört mich hier, dass das Management dieser Organisationen im Wesentlichen aus "hochverdienten" , jetzt "hochverdiendenden" Persönlichkeiten aus der Politik oder dem Adel rekrutiert wird. Zweifel an der fachlichen Qualifikation dieser Klientel sind bei mir nicht auszuräumen. Eher habe ich den Eindruck, dass sich hier eine Art Versorgungsmentalität breit gemacht hat. Vergleiche zu EU-Institutionen oder zu den Stiftungen politischer Parteien drängen sich mir unweigerlich auf.

Daneben unterstütze ich schon wegen meines beruflichen Hintergrundes die Arbeit von "Amnesty International" und der "National Coalition to Abolish the Death Penalty" in den USA , die sich konsequent für die Abschaffung der Todesstrafe weltweit einsetzen.

Aber man muss mit seinen bescheidenen persönlichen Möglichkeiten nicht meinen, immer nur das große Rad drehen zu wollen oder zu müssen. Auch im unmittelbaren Umfeld eines jeden von uns gibt es jede Menge Möglichkeiten, sich je nach den eigenen Fähigkeiten einzubringen.

Aktuell bin ich in der Verbandsgemeinde Brohltal in der Flüchtlingshilfe engagiert und leiste hier Unterstützung und Hilfe im Fahrdienst für Flüchtlinge bei der Wahrnehmung auswärtiger Termine, z.B. bei Ärztbesuchen oder Behördengängen. Ebenso stehe ich als Dolmetscher für Englisch zur Verfügung wenn es darum geht, Sprachbarrieren zu überwinden.

Im Rahmen meiner Möglichkeiten unterstütze ich seit Jahren den Brauchtums- und Verschönerungsverein Wehr bei seiner ehrenamtlichen Arbeit, das Dorf selbst in  einem ansehnlichen Zustand zu erhalten und die Infrastruktur für seine Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.

Unserem neuen Wohnort Wehr habe ich mit einer eigenen Homepage zum kostenfreien Start ins Internet verholfen. Und weil wir dann  in Wehr mit diesem Thema schon mal dran waren, haben wir mit dem Elternbeirat der Grundschule das Projekt "Schule ans Netz" wieder aufgegriffen und einen Internetauftritt für die hiesige Grundschule konzipiert. Zu guter Letzt haben wir dann auch noch die Internetseite der örtlichen Feuerwehr auf Vordermann gebracht. Nun gilt es, den einen oder anderen Wehrer Verein in der Welt des world wide web zu etablieren.

1997 habe ich außerdem mit einigen Gleichgesinnten in Königsfeld die "Motorradfreunde Vinxtbachtal" ins Leben gerufen. Ein Clübchen von Motorradfahrern, das im Laufe der Jahre rasch zu einer stattlichen Größe herangewachsen ist. Neben der sicheren Ausübung unseres gemeinsamen Hobbies standen alljährlich ausgedehnte Motorradtouren in der Region und weit darüber hinaus auf dem Programm. Nach mehr als 10 Jahren an der Spitze dieses Clubs war ich der Meinung es sei an der Zeit, an der vordersten Front Platz für neue Köpfe und damit auch für neue Ideen zu machen. Treu meinem Grundsatz: man muss gehen, solange die anderen sagen "Schade" und man darf nicht damit warten bis sie sagen " Gott sei Dank".

Im Frühjahr 2016 habe ich dann den lange vor allem aus Alters- und Gesundheitsgrünen heranreifenden Entschluss in die Tat umgesetzt und mich von dem wunderschönen Hobby Motorrad verabschiedet und die Maschine verkauft. Nach 19 sturz- und unfallfreien Jahren seit meinem Wiedereinstieg sah ich im zarten Alter von 69 Jahren dieZeit dafür gekommen, getreu dem Motto: Alles hat seine Zeit.

Nicht nur, dass meine Arbeit in all diesen Bereichen den unterstützten Personen und Organisationen zugute kommt. Nein, in gleichem Maße möchte ich hier mit gutem Beispiel vorangehen und so vielleicht den einen oder anderen von uns zur gemeinnützigen und uneigennützigen Mitarbeit in der Gesellschaft bewegen. Insbesondere gilt es, unsere jüngeren Mitbürger zu einem ehrenamtlichen Engagement zu motivieren.

Das alles nach meinem Motto:

Wenn in der Gemeinschaft jeder tut was er kann, ist genug für Alle getan.
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